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Unsere Empfehlungen für den Finanzsektor

Ist Gold wirklich eine sichere Anlage?

In schlechten Zeiten flüchten sich Anleger gerne in Gold. Aber ist Gold wirklich der sichere Hafen, für den es allgemein gehalten wird?

Wenn es turbulent wird an den Wertpapiermärkten, wird Gold schlagartig beliebter bei Anlegern. Sie versprechen sich Sicherheit und Ruhe mit ihrer Investition. Aber ist das Edelmetall wirklich so sicher?

Nüchtern betrachtet produziert Gold nichts. Es kostet sogar Geld für die Aufbewahrung. Es wirft keine Zinsen ab, solange man es nicht verleiht. Es verhält sich letztlich genau wie Geld. Mit zwei wichtigen Unterschieden: Gold lässt sich nicht beliebig vermehren, und man kann an der Supermarktkasse nicht damit bezahlen. Gold ist somit die einzige nichtinflationäre Währung, die eigentlich nur dann im Zahlungsverkehr zur Anwendung kommt, wenn alle anderen Währungen nicht mehr akzeptiert werden.

Gold ist also eine Systemkrisenwährung. Und deshalb reagiert der Goldpreis viel stärker auf politische Krisen oder Kriege als auf schwankende Aktienkurse. Einfach gesagt: Sollten die Aktien großer Unternehmen auf Talfahrt gehen, ist das dem Goldpreis ziemlich egal. Sollte jedoch die Europäische Union als Ganzes in eine Existenz-Krise geraten, wird der Goldpreis darauf reagieren.

Sollten also stark volatile Börsenkurse für Unruhe sorgen, bringt die Flucht in Gold zwar mehr Ruhe, aber eben auch wenig bis keine Rendite. Wer aber unser Finanz- und Wertesystem in akuter Gefahr sieht, für den kann Gold im Krisenfall tatsächlich zum sicheren Hafen werden.

Fünf Leitlinien für robuste Geldanlagen

Der Vermögensverwalter Flossbach von Storch betreut rund 30 Milliarden Euro. Hier erklären die Finanzexperten ihre fünf Leitlinien für robuste Geldanlagen.

1. Diversifikation
Dies ist die wohl wichtigste Leitlinie: Anleger sollten ihre Risiken breit auf verschiedene Anlageklassen, Wertpapiere und Währungen aufteilen.

2. Flexibilität
Hier ist nicht hektisches kurzfristiges Handeln gemeint, sondern als Beweglichkeit bei der Suche nach Investmentideen: Wenn die Aktie eines Unternehmens zu teuer ist, kommen vielleicht dessen Anleihen in Frage.

3. Qualität
Schauen Sie auf die Substanz einer Anlage: Höhe der langfristigen Erträge und vor allem deren Vorhersehbarkeit. Wer kurzfristigen Börsentrends hinterherläuft, kann viel verlieren.

4. Solvenz
Der häufigste Grund für den Konkurs von Unternehmen sind zu hohe Schulden. Behalten Sie die Solvenz desjenigen im Auge, von dem Sie Aktien oder Anleihen kaufen.

5. Wert
"Der Preis ist das, was man zahlt. Der Wert ist das, was man dafür bekommt", soll Warren Buffett einmal gesagt haben. Überlegen Sie vor einem Investment, ob der Preis dem Wert angemessen ist.

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